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Medion Akoya Mini E1210

Seit langem bildeten sich vor den Filialen des Dicounters Aldi wieder einmal längere Schlangen, als dieser am 3. Juli 2008 ein Notebook im Angebot hatte. Genauer gesagt handelt es sich beim Medion Akoya Mini E1210 - so die genaue Produktbezeichnung – nicht um ein Notebook, sondern um ein "Netbook".

Im Prinzip ähneln sich Netbooks und Notebooks wie ihre Namen. Netbooks sind nichts anderes als aufs Wesentliche reduzierte Notebooks. Die Geräte sind klein und verzichten auf überdimensionierte Rechenpower und Zusatzausstattung, wie ein optisches Laufwerk. Diese Bescheidenheit macht sie zum Einen sparsam und zum Anderen zu Leichtgewichten. Daher eignen sich Netbooks gleichermaßen für den mobilen Einsatz unterwegs, wie für anspruchslose Alltagsaufgaben, beispielsweise das Surfen im Internet oder Büroarbeit. Eingeleitet wurde diese Gerätekategorie vom taiwanesischen Computerhersteller ASUS mit seinem inzwischen fast schon legendären Eee PC.

Beim Medion Akoya Mini handelt es sich um den ersten in Deutschland erhältlichen Kleinstrechner mit dem von Intel speziell für diese Gerätekategorie entwickelten "Atom Prozessor". Der Medion Akoya Mini ist nahezu baugleich mit dem "MSI Wind U100", der jedoch frühestens ab August verfügbar sein wird. Beide Systeme unterscheiden sich nur in den drahtlosen Kommunikationsstandards. Während im Medion Akoya Mini eine interne Mini PCI-Express WLAN Karte verbaut ist, die mit IEEE 802.11n (Draft n) eine schnelle Anbindung ans Netzwerk ermöglicht, besitzt der MSI Wind eine WLAN Karte, die lediglich das langsamere IEEE 802.11b/g beherrscht. Statt dessen ist im MSI Wind zusätzlich intern eine Bluetoothkarte verbaut, die der Akoya nicht hat. Da es sich jedoch um das baugleiche Mainboard handelt, sind auch beim Akoya die Kontakte auf der Platine vorhanden.

Inzwischen ist der Medion Akoya über einen längeren Zeitraum fast täglich im Einsatz. Anfängliche Kinderkrankheiten wurden durch die von Medion zügig zur Verfügung gestellten BIOS-Updates behoben und so mausert sich der Akoya zu einem stetigen Begleiter und unentbehrlichen Werkzeug. Nur wenige Schwächen sind zu bemängeln. Am störendsten ist die unnötige Vertauschung der FN- und der Strg-Tasten auf der Tastatur und der knapp bemessene Akku.

Je nach Einsatzzweck läßt sich der Medion Akoya relativ einfach aufrüsten. In Frage kommen beispielsweise die Vergrößerung der Festplatte, der Austausch der Festplatte durch eine SSD oder die Erweiterung des Arbeitsspeichers. Diese Änderungen lassen sich vornehmen, nachdem die untere Abdeckung des Netbooks abgeschaubt und ausgeklickt wurde.

Doch damit ist das Potential des Medion Akoya Minis noch nicht ausgeschöpft. Sein aufgeräumtes Innenleben bietet Platz für weitere Entwicklungen. Wer technisch begabt ist und sich mit dem Gedanken anfreuden kann, auf die Garantie zu verzichten, kann aus dem kleinen Rechner eine kleinen Alleskönner herauskitzeln.

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