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Interner USB Port für den Medion Akoya Mini

Einer der wenigen Unterschiede zwischen dem Medion Akoya Mini E1210 und dem MSI Wind ist, dass der Anschluss JBT1 im Akoya nicht genutzt wird, wohingegen beim Wind dort das Bluetooth Modul verbaut ist. Bei diesem Anschluss handelt es sich um eine USB Schnittstelle. Für diejenigen, die ihren Akoya modden wollen, ist dieser Mangel durchaus von Vorteil. Denn an diese Schnittstelle können weitere USB Geräte angeschlossen werden. Um die Nutzung zu vereinfachen, kann man an den JBT1 Anschluss zunächst eine Buchse anbringen, an die schließlich beliebige USB Geräte eingesteckt werden können. So wird aus dem JBT-Anschluss ein vollwertiger interner USB Port. Hier meine gesammelten Erfahrungen dazu:

Vorneweg: Wer Änderungen am Mainboard seines Netbooks vornimmt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass damit die Garantie für das Gerät erlischt! Außerdem kann bei Umbauten die Hardware des Netbooks beschädigt werden und es im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr funktionieren. Ich übernehme keinerlei Haftung für das, was Leser mit dieser Dokumentation machen. Wer an seinem Netbook herumbastelt, tut das auf eigene Gefahr!

Gehäuse öffnen

Nachdem der Netzstecker abgezogen und der Akku herausgenommen wurde, kann das Gehäuse des Medion Akoya Minis geöffnet werden. Dazu dreht man zuerst die neun mit roten Kreisen markierten Schrauben heraus.

Anschließend können mit etwas Geduld die Plastikhaken zwischen den beiden Gehäuseteilen gelöst und der untere Gehäusedeckel abgenommen werden. Dabei sollte man auf die externen Anschlüsse wie VGA, USB, etc. achten, die teilweise ein wenig im unteren Deckel festsitzen.

Ist der untere Deckel entfernt, muss als nächstes die Festplatte ausgebaut werden. Dazu zieht man zuerst die beiden Antennen (graues und schwarzes Kabel) von der Wlan PCIe Karte ab. Man kann die Antennen auch stecken lassen, allerdings nervt mich persönlich die baumelnde Karte und deshalb würde ich sie abziehen.

Als nächstes kann die Schraube herausgedreht werden, mit der die Wlan PCIe-Karte auf dem Board befestigt ist. Die Karte neigt sich dabei nach oben und kann einfach herausgezogen werden.

Nun liegt die Schraube frei, mit der die Festplatte am Gehäuse befestigt ist.

Nach dem Lösen der Schraube kann die Festplatte mit der Lasche schräg hoch nach hinten herausgezogen werden.

Damit ist der Akoya fertig vorbereitet.

JBT1 Schnittstelle

Der JBT1 Anschluss befindet sich an der linken unteren Ecke der Festplatte. Seine Belegung lautet von oben (Kartenleser) nach unten:
Pin 8: +5V
Pin 7: Masse
Pin 6: D-
Pin 5: D+
Pin 4:
Pin 3:
Pin 2:
Pin 1:

Zur Absicherung gegen ungewollte Kontakte nach dem Löten kann man den JBT Anschluss rings herum mit Kaptonband (erhältlich z.B. von Lipoly) isolieren.

Interner USB Port

An die eben beschriebene JBT1 Schnittstelle soll nun eine Buchse angeschlossen werden. Als Buchse verwende ich einen 4-poligen Abschnitt einer Kontaktbuchsenleiste mit einem Raster von 2,54 mm (Bestellnummern der Kontaktbuchsenleiste bei Reichelt: SPL 20, der dazu passende Stecker: AW 122/20).

Die Position des internen USB Ports soll unter der Festplatte liegen. Zum Einen liegt diese Stelle nicht allzu weit vom JBT-Anschluss entfernt und zum Anderen steht dort genügend Platz zur Verfügung. Außerdem sind Buchse und Stecker dort später relativ gut zugänglich.

Zunächst werden nun die Drähte in der Reihenfolge: Masse, D+, D-, +5V mit der Buchse verbunden, was dem USB Standard entspricht. Diese Reihenfolge hat den Vorteil, dass die weitere Verdrahtung zu den USB Anschlüssen der Geräte mit parallelen Kabeln ordentlicher verlegt werden kann. Nach dem Anbringen der Drähte an die Buchse können die Kabel in ihre endgültige Position gebogen und gekürzt werden.

Nun werden die Drähte am JBT1 Anschluss entsprechend der weiter oben beschriebenen Pin-Belegung angelötet. Dazu sollte man einige Erfahrung im Umgang mit dem Lötkolben haben. Lötanfängern sei an dieser Stelle eindringlich davon abgeraten! Die Pins auf dem Mainboard sind weniger als 1 mm breit und haben einen genauso geringen Abstand. Eine sorgfältige Kontrolle der Lötstellen auf unbeabsichtigte Brücken ist besonders wichtig. Sicherheitshalber kann der Anschluss zum Schluss noch komplett mit Kaptonband isoliert werden. Damit wäre der interne USB Port auch schon fertig.

Nutzungsmöglichkeiten

Was nun mit diesem internen USB Port im Akoya gemacht werden kann, beschreiben die Artikel:

Ergänzung: Der Versuch einen USB-Hub an den internen USB Port anzuschließend war leider nicht erfolgreich. Das bestätigt die Erfahrung in einem Thread im MSI-Wind.de Forum. Somit kann an den internen USB Port leider nur ein einziges USB-Gerät angeschlossen werden. Das zwingt einen, sich auf das Nötigste zu beschränken. Naja, wenigstens erübrigt es auch, sich in nächster Zeit ständig damit zu beschäftigen, was sonst noch an die verbleibenden Anschlüsse drangehängt werden könnte.

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