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GPS Maus

Als im Msi-Wind Forum die Idee auftauchte, den Medion Akoya Mini mit einem internen GPS-Empfänger auszustatten, war ich anfangs sehr begeistert. Die Möglichkeiten, die sich dadurch beispielsweise zur Navigation, aber auch für andere GPS-gestützte Anwendungen auftun würden, sind faszinierend. Nachdem das Forenmitglied "in-cognito" allerdings feststellte, dass der Empfang von GPS Signalen innerhalb des Gehäuses nur sehr schlecht bis gar nicht möglich ist, musste eine andere Lösung her:

Prinzipiell konnte ich mir auch eine externe Lösung vorstellen, lässt sich der Empfänger so auch an anderen Computern verwenden. Allerdings wollte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, unterwegs noch ein weiteres Gerät für den GPS Empfang mitnehmen zu müssen. Meiner Meinung nach wiederspricht das einfach dem mobilen Charakter des Netbooks. Deshalb sollte das GPS-Modul möglichst in ein Gerät integriert werden, das ohnehin immer dabei ist. Und so fand sich die externe Maus als geeignetes Gehäuse.

Maus und GPS-Modul

Die "GPS Maus" besteht aus einer gewöhnlichen USB Maus1, in die ein USB Hub eingebaut ist, an den sowohl die Maus als auch das zusätzliche GPS-Modul angeschlossen sind. So lassen sich beide Geräte gleichzeitig nutzen oder bei Bedarf das eine oder das andere einfach deaktivieren.

Als GPS-Modul verwende ich das Navilock NL-502EUSB2 mit SiRF Star III High Performance GPS Chipsatz. Alternativ würden sich auch das Navilock NL-505EUSB3 mit MediaTek MTK3318 High Performance GPS Chipsatz, das Navilock NL-508EUSB4 mit u-blox ANTARIS® 4 SuperSense® GPS Chipsatz oder das Navilock NL-551EUSB5 mit u-blox5 GPS & GALILEO SuperSense® GPS Chipsatz anbieten.

Anleitung für den Zusammenbau

Als erstes muss die Maus geöffnet werden. Die Schrauben verstecken sich unter den Gleitpads auf der Unterseite der Maus. Beim auseinandernehmen verhalten sich die beiden Tasten an den Seiten der Maus etwas störrisch. Die geöffnete Maus sieht dann wie folgt aus:

Im nächsten Schritt durchtrennt man das USB-Kabel der Maus. Es empfiehlt sich dabei auf die spätere Position des USB-Hubs zu achten und das Kabel gleich auf die passende Länge zu bringen. Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

Nun kann das abgetrennte USB-Kabel an den Hub gelötet werden. Dabei kommt die schwarze Ader (Masse) auf G, die grüne Ader (D+) auf C, die weiße Ader (D-) auf D und die rote Ader (+5V) auf V.

Als nächstes wird das GPS Modul verdrahtet. Die Pinbelegung ist im Datenblatt des GPS-Moduls beschrieben, das von der Navilock-Webseite heruntergeladen werden kann.

In der Maus selbst müssen nun noch die Füße der LED zurechtgebogen werden, so dass nach oben hin genügend Platz für den Hub im Gehäuse zur Verfügung steht. Um Kurzschlüsse zwischen den Platinen zu verhindern, sollten die Bauteile entsprechend isoliert werden. Dazu habe ich Kaptonband verwendet, das z.B. bei Lipoly erhältlich ist. Nun kann die Maus und das GPS-Modul an den Hub gelötet werden. Die fertig verdrahtete GPS Maus sieht dann so aus:

Bevor man das Gehäuse nun wieder zusammenbaut, kann zuerst noch die Funktion getestet werden, denn der Zusammenbau ist etwas kniffelig. Doch mit ein wenig Fingerspitzengefühl verbunden mit ein bischen dosiertem Druck bekommt man den Deckel wieder auf den gefüllten Topf. Und fertig ist die GPS Maus:


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